Glas auf Schritt und Tritt
Glas ist in Zwiesel allgegenwärtig. Dies dokumentiert sich aber nicht nur in den zahlreichen Werkstätten, Ateliers, Galerien und Werksverkäufen, sondern auch in vielen anderen Dingen, denen man auf Schritt und Tritt begegnet und die immer wieder faszinieren.
Kristallglas-Pyramide
In Zwiesel wurde am 25.05.2007 die höchste Kristallglas Pyramide der Welt feierlich eingeweiht. Das Rekord-Bauwerk der Zwiesel Kristallglas AG besteht aus 93.665 Tritan®-Kristallgläsern der Weinkelch-Serie „Neckar“ und ist mittlerweile eines der Wahrzeichen der Glasstadt Zwiesel. Mit der Errichtung dieses spektakulären Highlights dokumentiert die Zwiesel Kristallglas AG auf eindrucksvolle Weise seine Innovationskraft und Leistungsfähigkeit sowie die enge Verbundenheit mit der Stadt Zwiesel, der Region und dem Standort Deutschland. Das vierseitige Bauwerk hat 65 Ebenen und eine Gesamthöhe von 8,06 m – beides sind ebenfalls Rekorde.
Die Glaskapelle
Etwas abseits vom Stadtzentrum lädt an der Angerstraße eine gläserne Kapelle zum Verweilen ein. Sie besteht aus 131 speziell von der Glasfachschule Zwiesel angefertigten gläsernen Kacheln, die von einem Metallgerippe getragen werden. Eine gläserne Glocke im Turm und ein gläsernes Kreuz darauf vollenden das faszinierende Werk der Glasmacherkunst. Am 4. Mai 2003 geweiht, stellt die Glaskapelle eine sehenswerte Attraktion an der Glasstraße dar und ist gleichzeitig Zeugnis der Zwieseler Glastradition. Im Mittelpunkt des Interesses steht sie während der Eröffnung der Glasnacht durch die Glaskönigin.
Der gläserne Kreuzweg
„Glas und Holz ist Zwiesels Stolz“ – dieses Sprichwort wurde vom Burschenverein Rabenstein e.V. im Jahr 2006 mit einem einzigartigen „Gläsernen Kreuzweg“ zum Berg Hennenkobel in die Tat umgesetzt. 14 Stationen, eine jede ein individuelles Kunstwerk aus Spezialglas mit einem hölzernen Dach und auf einem Granit- oder Gneisfindling montiert, zieren den etwa einen Kilometer langen Wanderweg. Gestaltet wurden die Glastafeln vom Künstler Josef Hilgart in Sandstrahl-Gravur. Sie stellen die schweren Stunden von Jesus auf dem "Weg des Kreuzes" dar. Von herkömmlichen Kreuzwegen unterscheidet sich der „Gläserne Kreuzweg“ nicht nur aufgrund seines Zusammenwirkens von Glaskunst, Besinnung und Natur. Überdies legt er auf ungewöhnliche Weise Zeugnis ab von Identität und Lebensweise der Region, die seit Jahrhunderten geprägt ist von Glas, Holz und Stein.
Der Zwieseler Skulpturenweg
Der Skulpturenweg wurde 2003 auf Initiative des Agenda-Arbeitskreises Kunst und Kultur der Stadt Zwiesel initiiert und ist inzwischen zu einer attraktiven Einrichtung geworden, die das künstlerische und kulturelle Image der Glasstadt nachhaltig befruchtet. Der Zwieseler Skulpturenweg, der sich über das gesamte Stadtgebiet ausdehnt, führt zu derzeit 65 Kunstwerken und künstlerisch gestalteten Brunnen, die von einheimischen Künstlern aus Glas, Holz, Granit und anderen Werkstoffen gefertigt wurden. Zu den einzelnen Skulpturen führen gelb-rote Bodenmarkierungen in Form von Fußabdrücken, die von Schülerinnen des Zwieseler Gymnasiums angefertigt worden sind. Im Bereich des Stadtparks wird der Skulpturenweg durch den Gläsernen Steg mit der Kristallglas-Pyramide verbunden.
