Das Grenzlandfest
Das Zwieseler Grenzlandfest gehört zu den traditionsreichsten Volksfesten in der Region und stellt einen der Höhepunkte im Veranstaltungskalender der Glasstadt dar. Früher kannte man „auf dem Land“ große Volksfeste nur in den größeren Städten wie Straubing oder Landshut. Der damals aufstrebende Markt Zwiesel wollte es diesen Städten gleichtun und lud im Jahr 1880 zum ersten Volksfest unserer Gegend. Zu der heute noch gültigen Programmgestaltung der Festwoche hat der seit der Gründung bestehende Grenzlandfestausschuß sehr früh gefunden. Im neuntägigen Festablauf haben z.B. der Tag der Jugend, der Tag der Gemeinden oder der Bayerisch/böhmische Tag ihren festen Platz. Krönender Abschluss ist am zweiten Sonntag das prächtige Brillant-Feuerwerk.

Wenn sich heute alle zwei Jahre die mächtigen Rösser beim Bräuwagen-Geschicklichkeitsfahren messen, setzen sie damit eine alte Tradition fort, die schon bei den ersten Zwieseler Volksfesten begann. An den Start gingen Teilnehmer aus fast ganz Bayern und nicht selten auch aus dem benachbarten Ausland. Mittlerweile müssen die „Rosserer“ mit ihren prächtig geschmückten Gespannen einen Hindernis-Parcours bewältigen, der in der Angerstrasse beginnt und in der Frauenauer Straße endet. Damals wie heute verfolgen Tausende von Besuchern diesen Wettbewerb.
Festzüge waren immer schon Ausdruck besonderer Anlässe und Ereignisse mit bleibendem Erinnerungswert bei Teilnehmern wie Zuschauern. Bereits vom Zwieseler Volksfest 1884 berichtet die Chronik, dass ein Festzug mit vier sehr schönen Festwagen durch die Straßen ging, wobei auch der Nachbarmarkt Regen einen Wagen schickte. Und auch heute noch ist der Festzug mit seinen bunt geschmückten Wagen, Kutschen und Fußgruppen einer der Höhepunkte des jährlichen Festablaufs.
Grenzlandfest 2012: 14. bis 22. Juli
Bräuwagen-Geschicklichkeitsfahren: Sonntag, 15. Juli