Die Zwieseler Kirchen

Katholische Stadtpfarrkirche "St. Nikolaus"
Nach dem Kirchenbrand von 1876 in den Jahren 1892 bis 1896 als dreischiffiger, neugotischer Backsteinbau erbaut. Der 86 m hohe Turm ist einer der höchsten Kirchtürme in Bayern. Er ist bei speziellen Turmführungen zu besichtigen und gewährt einen herrlichen Rundblick auf Zwiesel und das Umland. Eine weitere Besonderheit sind die herrlichen Glasfenster, die über private Stiftungen finanziert wurden. Weiterhin  beachtenswert das Chorgestühl, die Pietà aus dem 16. Jh. sowie die dreimanualige Orgel. Aufgrund seiner imposanten Abmessungen nennt man die Stadtpfarrkirche auch „Dom des Bayerischen Waldes“.

 

Kath. Pfarrkirche   Blick vom Kirchturm

 


Bergkirche "Mariä Namen"

Die Kirche Maria Namen (meist nur „Bergkirche“ genannt) ist eine ehemalige Wallfahrtskapelle. Die kleine Rokokokirche ist eine Nebenkirche der Stadtpfarrei Zwiesel und befindet sich etwa 200 Meter oberhalb der Stadtpfarrkirche. Der Bau aus dem Jahre 1767 ersetzte eine Marienkapelle, die 1682 erbaut worden war. Die Fresken dieser Rokokokirche schuf Franz Anton Rauscher, der wohl bekannteste Maler im Barock aus dem Bayerischen Wald. Den Hochaltar krönt das Gnadenbild der Rosenkranzmadonna, das wohl in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden ist.

Bergkirche 


Filialkirche in Rabenstein

Nach einem Brand im Jahr 1961, bei dem das ehemalige Rabensteiner Schloss zerstört wurde und nur die Scheune erhalten blieb, wurde diese in zweijähriger Bauzeit zu einem eigenwilligen, aber künstlerisch ansprechenden Gotteshaus umgestaltet. In diesem, dem Hl. Johann Nepomuk geweihten Filialkirche kommen die vorherrschenden Bauelemente des Bayerischen Waldes – Stein, Glas und Holz – wirksam zum Ausdruck. Sehenswert der um 1750 gefertigte Rokoko-Altar, der Taufstein, Ambo, Kredenztisch und Sitze aus Bronze von Siegfried Schriml sowie die bunten Glasfenster von Bernhard Schagemann (Glasfachschule Zwiesel).  
 

Kirche Rabenstein 

 

 

 

 

 

 

Evangelische Kreuzkirche
1894 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung zur neuen Kirche und im Mai 1895 konnte das Gotteshaus in der Bahnhofstraße (heute Dr.-Schott-Straße) eingeweiht werden. Die Kirche wurde im neugotischen Stil aus unverputzten Klinkerbacksteinen erbaut. Das Innere ist betont schlicht gehalten, drei nach dem Lebensbaummotiv von der Münchner Künstlerin Elisabeth Schlicking gestaltete Fenster setzen im Altarraum einen wirkungsvollen Akzent. Die zweimanualige Orgel mit zehn Registern wurde 1914 von der Firma Steinmeyer erbaut.

 

Evangelische Kreuzkirche