Die Unterirdischen Gänge – eine Zwieseler Besonderheit
Seit jeher suchten die Bewohner Zwiesels in einem ausgeklügelten System unterirdischer Gänge Zuflucht Dieses Gangsystem sicherte mit seinen Fluchtwegen, Verstecken und Vorratskammern das Überleben in Zeiten von Bedrängnis und Not. Die Fluchtkeller sind ein wichtiges Zeugnis für die Stadtgeschichte Zwiesels und verdeutlichen anschaulich die existenzielle Bedrohung, der der Ort Jahrhunderte lang ausgesetzt war. Entstanden ist ein Teil der Gänge vermutlich im Spätmittelalter, in den folgenden Jahrhunderten wurde das Gangsystem Zug um Zug weiter ausgebaut. War das ausgedehnte Gangsystem im 18. Jahrhundert noch fast völlig intakt, wurden leider große Teile durch die insbesondere nach dem 2. Weltkrieg einsetzende Bautätigkeit verfüllt und zerstört. Nach der Wiederentdeckung der Gänge wurde über mehrere Jahre daran gearbeitet, einen Teil der Gänge wieder herzustellen und begehbar zu machen. Seit Sommer 2007 kann man nun die Gänge unter sachkundiger Führung besichtigen. Die Führungen finden in der Saison werktags um 16 Uhr statt und an Samstagen abends. Eine Anmeldung in der Tourist-Information ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
